Sport als Suchtmittel

Bildschirmfoto 2016-06-08 um 23.07.12VerrĂŒckt oder? Da lĂ€uft man, tut sich was gutes, und dann soll es ein Suchtmittel sein? Da fĂ€llt mir doch glatt das 3 Bier aus der Hand vor Lachen. 😉

Ernsthaft, so witzig ist es dann doch nicht. Jedenfalls den Eindruck hatte ich nach dem Artikel “Trainieren bis zum Umfallen” aus vorletzter Psychologie Heute.

Ja, Sport ist gesund. Ja, es gibt eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz wenn man sagt: “Ich liebe Sport”. Ja, man wird von anderen bewundert “da man seinen inneren Schweinehund” im Griff hat. Nur, so kann eine “positive AbhĂ€ngigkeit” entstehen. Sport kann dazu wunderbar genutzt werden um:

  • andere zu imponieren, “Hey, der nĂ€chste HM steht an”
  • um abzunehmen und dadurch andere zu imponieren, “Wieder 1 KG weniger”
  • zu entspannen, Alltagsstress abbauen
  • um sich selber etwas zu beweisen

Nur, all das kann zu einem exzessiven Training fĂŒhren. Denn:

  • irgenwann reicht der HM, Marathon, Ultra auch nicht mehr um im Freundeskreis den “Held zu markieren”
  • man sein Gewicht immer tiefer im Keller fĂ€hrt, Stichwort “Körperschemastörung”
  • man lĂ€uft nur noch um Alltagsstress abzubauen, ohne ein LĂ€cheln auf den Lippen

Bedeutet nicht automtaisch, wir sind alle sĂŒchtig und brauchen dringen eine Therapie. Nur sollten wir unsere Motivation zum Laufen im Blick behalten und auf unsere Partner/innen hören. Sie sehen das oft mit einem anderen Blick. 😉