Rolle vorwärts

10er

05.09.14, ich hatte Hummeln in Arsxx und versuchte meinen ersten 10 KM Lauf. Hey, lief sogar gut, bis nach den ersten 5 KM, dann meldete sich zum ersten Mal das linke Knie. Es wollte nicht wie ich, außerdem machte sich ein Gedanke im Kopf breit: „denk daran, du willst auch wieder nach Hause laufen.“ Muss dazu sagen ich lief frohen Mutes in die Nachbarortschaft und via Landstraße wieder zurück.

Die Tage danach waren nicht der Kracher, natürlich Knie geschont, das volle Programm, und Überraschung, Knie wurde schnell wieder besser. Dennoch im Hinterkopf ging das grübeln los: „woran lag das, kommt es wieder, usw.“ Anfang 2015 war es wieder da. Wieder ein 10er, wieder linkes Knie.

Ursachenforschung

Ich bin ein Anhänger der „trial and error“ Methode. Also lief ich einfach langsamer, wechselte die Schuhe, die Strecke, usw. Aber irgendwie fand ich kein Ergebnis das zufrieden stelle. Es war immer da, mal schwächer, mal stärker, aber es war da. Zum Glück kam dann der Artikel von Martin aka Runomatic:Neues vom Läuferknie.

Rolle vorwärts

Schlagartig wurde klar: „Linkes Knie, du bist ein verxxx Läuferknie“ und „aber es gibt Hoffnung.“ Ok, die Hoffnung besteht aus einer Blackroll die dazu auch noch albern aussieht und ihren Preis hat. Aber immerhin, es besteht Hoffnung, nur wollte ich diese Kunststoffrolle wirklich kaufen, und dann auch noch nutzen … ?

Ja. Schließlich will ich noch ein paar Jahre laufen!

Gekauft, geliefert, bezahlt, meine alten Knochen inkl. Gelenke darüber rollen lassen und … es half. Ja, Schmerzen sind anfangs hart, und das eine oder andere Mal dachte ich dabei „Junge, was machst du hier?“ Nur, wenn ich das „gesunde“ Bein darüber rollen ließ, merkte ich keinen Schmerz, nix, also musste was daran sein … Ergo, weiter rollen, täglich.

Laufen, Lächeln, weiterlaufen

Am Donnerstag dann „Premiere“, 7 KM gelaufen, Knie benahm sich und auch am Tag danach keine Beschwerden. Kein zicken. Natürlich rollte ich auch nach dem Lauf und machte mich vor dem Lauf auch warm. Danke Blackroll bzw. danke Martin.

Ich wäre sonst nie auf die Rolle gekommen.



  • Die Rolle kaufte ich direkt im Blackroll-Shop. Amazon bietet sie auch an, aber Lieferzeit fand ich persönlich zu lange. Wer es eine Nummer härter mag: Blackroll Ball. 😉

  • Nebenbei gelernt:

Letztliche Ursache für das Schmerzsyndrom ist eine dauerhafte Belastung des Bewegungsapparates, wie sie bei Langstreckenläufen oder Radfahren üblich ist. Begünstigt wird sie durch varische Beinachsen, so genannte O-Beine. Des Weiteren kann eine Schwäche der Beckenstabilisatoren das Auftreten von ITBS fördern. Dabei sinkt die nicht belastete Hüfte ab und es entsteht ein übermäßiger Zug am Tractus. Eine Über-Supination des Fußes beim Laufen, unterschiedliche Beinlängen und eine verkürzte unflexible Muskulatur, insbesondere an der Außenseite des Oberschenkels, sind weitere anatomische Faktoren, die ein Läuferknie begünstigen können. Zu häufige Trainingseinheiten auf nach außen abschüssigen Straßen, ein zu schneller Trainingsaufbau und zu viele schnelle Trainingseinheiten sind dagegen methodische Ursachen eines Läuferknies. (Quelle Wikipedia)

Paar Punkte treffen schon auf mich zu. Gerade schneller Trainingsaufbau, glaube macht mir zu schaffen. Dazu kam eine massive Gewichtsabnahme, die wiederum im Freundeskreis für Begeisterung sorgt, aber nach einem Projekt Muskelaufbau ruft. Dafür habe ich bereits etwas im Auge, aber dazu später mehr.

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