Mein Weg zum Laufen – Running Buddha

Viele Läufer die ich via Twitter oder Facebook verfolge habe auch mal klein angefangen. Wäre es da nicht interessant zu erfahren wie es dazu kam, inkl. kleine Tipps und Tricks aus erster Hand? Ziel der Aktion: jeder der mag kann seine persönliche Läufergeschichte aufschreiben, mit Tipps und Tricks spicken, gerne auch angeben ob und wie er sich vernetzen will.

Welches war der Auslöser der dich veranlasste mit dem Laufen zu beginnen?

Nach ca. 14 Jahren (Hobby-) Eishockey spielen, hatte ich es irgendwann satt, dass der Hobby-Charakter flöten ging und der Coach nur noch gewinnen wollte. Da man auch dort (wie bei fast jedem Hobby) Geld bezahlt, hatte ich einfach keine Lust mehr, Teil von einem Haufen Leute zu sein, der sich von einem Coach rund machen lässt, sich im Training jedes Mal den Hintern aufgerissen hat und letztendlich nicht mehr großartig gespielt hat (zumindest in meiner letzten Saison war das extrem auffällig, dass in der Sommerpause viele stärkere Spieler “angeheuert” wurden und ich quasi auf die Tribüne verbannt wurde.) Da habe ich mir was neues gesucht.

 Der zweite Grund war, dass ich trotz Eishockey spielen weiter an Gewicht zu nahm, was letztendlich an der Tatsache lag, dass ich im Sommer immer auf der faulen Haut lag und gefuttert habe. Da kam mir dann die Überlegung, mal “dieses Laufen” auszuprobieren.

Wie lief es sich danach?

Frag nicht! Die ersten Wochen/Monate waren sehr frustrierend. Eigentlich hatte ich vom Eishockey eine gute Kondition – dachte ich. Aber Laufen war da was grundsätzlich anderes. Ich musste gaaanz langsam anfangen, immer wieder Gehpausen einlegen, weil ich Anfangs direkt zu viel wollte. Mittlerweile läuft es ganz gut. Kondition ist da, etwas mehr als 10kg sind weg. Langfristig werden die <100kg angepeilt.

Was meinte dein Umfeld (Familie, Arbeitskollegen) dazu?

Meine bessere Hälfte findet es gut und unterstützt mich auch, in dem sie mir den Rücken frei hält, wenn ich Laufen gehen möchte.  Ein paar Arbeitskollegen von mir wissen es und finden es ebenfalls gut. Allerdings sind das eher die Wettkampf-Läufer. Aber ich erzähle es auch nicht jedem, den ich kennen lerne, dass ich laufe. Ist auch eher so´n Ding für mich zum Kopf abschalten. Mein bester Kumpel versucht mich auch seitdem immer für einen Halbmarathon zu überreden. Aber das ist einfach nicht meins…

Was war dein peinlichster Moment?

Als ich hoch motiviert los gelaufen bin und keine 500m von der Haustür weg auf dem Weg über ein schwarzes Plastikpaketband (schwarz, was auf verregnetem dunklen Gehweg kaum sichtbar war) gestolpert bin. So hat es mich schon lange nicht mehr auf die Fresse gelegt. Linkes Knie offen, Hand aufgeschürft, diverse Finger vom Abfangen geprellt.

Was war dein glücklichster Moment?

Da Laufen für mich mehr Entspannung ist und zum Kopf frei kriegen, laufe ich überhaupt nicht nach irgendwelchen Trainingsplänen. Ich habe überhaupt keinen Anspruch, mal einen (Halb-)Marathon zu laufen. Die Wettkampf-Zeit habe ich mit dem Eishockey an den Nagel gehängt. Daher war mein glücklichster Moment der, als ich erstmals die 10km-Marke geknackt hatte. Das war für persönlich unbeschreiblich schön.

Thema Ernährung. Was isst oder trinkst du davor oder danach?

Bevor ich laufen gehe, esse ich eigentlich nichts. Ein großes Glas Wasser und (wenn ich morgens laufe) noch einen Espresso. Danach definitiv viel Wasser. Wenn ich morgens laufe, esse ich ein Müsli. Wenn ich Abends laufe, gibt es meist einen Protein-Shake. Der stopft nicht so voll und macht trotzdem satt.

Gibt es Tricks oder Tipps die du Anfängern mit auf ihren Weg geben möchtest? Gab es etwas von dem du später sagen konntest „Hätte ich das nur gewusst?“

Klein anfangen. Nicht zu viel wollen. Wenn man gänzlich untrainiert (oder konditions-technisch anders trainiert ist), sollte man es nicht übertreiben. Evtl, wenn man sich unsicher ist, einen Lauf-Coach für die ersten Einheiten konsultieren, ob der eigene Lauf-Stil ok ist. Ich selbst habe mir nach drei Jahren eine Lauf-Analyse gegönnt. War sehr aufschlussreich.

Thema Kleidung, Schuhe. Ist relativ egal oder „schwörst“ du auf bestimmte Marken?

Kleidung bin ich völlig entspannt. Da brauche ich keine überteuerten Marken-Klamotten.  Hier fahre ich persönlich mit Shirts und Laufshorts von Decathlon und teilweise Aldi/Tchibo recht gut und günstig. Bei den Schuhen gibt es allerdings keine Kompromisse. Die dürfen gerne was kosten. Hier schwöre ich zudem auf gute Beratung.

Möglichkeit zu vernetzten?

Die gibt es definitv. Ich bin auf Twitter unter AndreLo79 (am schnellsten) zu erreichen. Dazu poste ich ab und an einige Bilder auf Instagram unter AndreL_79. Auf Facebook bin ich ebenfalls (hier auch vertreten in der Gruppe “Laufblogger”). Allerdings bin ich in Facebook nicht ganz so aktiv wie z. B. auf Twitter. Ach übrigens: über Polar Flow bin ich auch erreichbar. Username dort: AndreL79.  Dann gibt es noch meinen Blog running-buddha.de. Hier versuche ich monatlich einen Beitrag zu posten. Kontaktmöglichkeiten über das Blog sind ebenfalls möglich.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Definitiv unter 100kg. Ansonsten hoffe ich, dass ich noch einige Km hinter mich bringe. Mehr ist Lauf-technisch nicht geplant.

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