Mein Einstieg ins Laufen – Julia

Ziel der Aktion: jeder der mag kann seine persönliche Läufergeschichte aufschreiben, mit Tipps und Tricks spicken, gerne auch angeben ob und wie er sich vernetzen will. Danach an admin @ laufbahn1.de schicken, oder einen Kommentar hinterlassen, ich melde mich danach bei ihm. Anschließend erscheint sein Beitrag hier auf dem Blog. 


Mein Einstieg ins Laufen

Ich habe schon immer viel Sport gemacht. Zu Schulzeiten konnte ich mir keinen besseren Sport als den Schwimmsport vorstellen, den ich im Leistungsbereich betrieben habe. Vier bis fünf Trainingseinheiten in der Woche, dazu Wettkämpfe am Wochenende – so habe ich im Teenageralter meine Freizeit verbracht.

Ich habe es geliebt, mich im Training zu verausgaben und im Wettkampf alles zu geben. Diese Anspannung vor dem Start, das Adrenalin im Körper, überhaupt die gesamte Stimmung bei einem Wettkampf – großartig! Nebenbei war ich in meinem Verein noch ehrenamtlich als Schwimmtrainerin für Kinderschwimmgruppen tätig.

Dann kam die Studienzeit und für den Schwimmsport blieb – in dieser Form – keine Zeit mehr. Sport habe ich weiterhin gemacht, aber nicht mehr in dieser Konsequenz und nicht mehr auf dem Niveau wie früher – und schon gar nicht nur in einer Sportart. Dafür bot der Uni-Sport viel zu viele Gelegenheiten, neue Dinge auszuprobieren: Inlineskaten, Spinning, Aerobic, Zirkeltraining, abwechslungsreiches Training im Fitness-Studio und vieles mehr.

So ging das Ganze bis zum Sommer 2010. Die Studienzeit war lange vorbei, aber dem Fitness-Studio mit seinem abwechslungsreichen Ausdauer- und Kraftprogramm war ich bis zu dieser Zeit treu geblieben.

Am 13. Juni 2010 lief mein Freund seinen ersten Halbmarathon. Er hatte einst mit dem Laufen begonnen, um nach Feierabend abzuschalten und wieder mehr Sport zu machen. Irgendwann kam die Idee, einen Halbmarathon laufen zu wollen. Also trainierte er auf dieses Ziel hin. Und selbstverständlich stand ich an jenem Morgen des 13. Juni um 8:30 Uhr in Leverkusen beim EVL-Halbmarathon mit ihm im Startbereich, um ihn zu unterstützen. Das Wetter war gut und die Stimmung einfach toll! Schon beim Start spürte ich ein leichtes Kribbeln… Diese geniale Wettkampfstimmung! Ich hatte ganz vergessen, wie großartig sie ist! Der EVL-Halbmarathon ist sicher kein Event wie die großen Marathonveranstaltungen in Köln, Frankfurt oder anderswo. Nichtsdestotrotz schoben sich auch hier die Läufermassen nach dem Startpfiff zu lauter Musik an die Startlinie. Und mein Freund mittendrin. Schon da bekam ich große Lust, mitzulaufen. Da der Streckenverlauf bei diesem Halbmarathon-Rennen kein Rundkurs ist, ist es zwar nicht möglich, die Läufer entlang der Strecke anzufeuern. Der Zieleinlauf erfolgt jedoch auf einer langen Geraden, entlang derer sich an diesem Morgen unzählige Zuschauer versammelten, um jeden Läufer, der kurz vor dem Einlauf ins Ziel war, lautstark zu beklatschen und zu umjubeln. Auch ich begab mich zu eben dieser Zielgeraden, um mir natürlich die schnellsten Läufer bei ihrem Zieleinlauf anzusehen und um dort auf die Masse zu warten, mit der dann irgendwann hoffentlich auch mein Freund einlaufen würde.

Während ich dort so stand und völlig begeistert mit allen um mich herum jeden Läufer anfeuerte, musste ich plötzlich an „alte Zeiten“ denken, an die Stimmung, das Gefühl, den Spaß – an alles, was ich früher so an den Schwimmwettkämpfen geliebt hatte. Ganz besonders an dieses großartige Gefühl, wenn man alles aus sich herausgeholt und sich völlig verausgabt hat. Ich hatte vergessen, wie viel mir das immer bedeutet hatte.

Ich fasste den Entschluss: Ich möchte auch ein Rennen laufen! Es muss ja nicht gleich ein Halbmarathon sein. 5 oder 10 km reichen doch auch. Also begann ich mit dem Laufen. Just for fun lief ich am 10. August 2010 mein erstes Rennen: 5 km beim Women’s Run in Köln in 25:16 min. 2011 folgte der erste 10 km-Wettkampf: Ich startete am 17. April 2011 beim KVB-Dauerlauf im Severinsviertel in Köln und lief die 10,4 km in 57:18 min. Seitdem laufe ich. Und da mir kürzere Distanzen gar nicht so sehr liegen, folgte im März 2013 der erste Halbmarathon, bevor ich im letzten Jahr, im April 2014, mein Marathon-Debüt in Wien hatte. Das Gefühl, das man verspürt, wenn man nach 42,195 km ins Ziel läuft, würde ich als meinen glücklichsten Laufmoment bezeichnen. Es gibt kaum etwas Schöneres!

Laufen ist so sehr zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann nicht zu laufen.

Seit Anfang des Jahres 2015 schreibe ich auch darüber. Neugierig geworden? Dann schau doch mal bei meinem Blog vorbei: www.juliaruns.blogspot.de. Bei Twitter bin ich auch zu finden: Julia@Julia_runs.

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