Mein Einstieg ins Laufen – HarleRunner

Ziel der Aktion: jeder der mag kann seine persönliche Läufergeschichte aufschreiben, mit Tipps und Tricks spicken, gerne auch angeben ob und wie er sich vernetzen will. Danach an admin @ laufbahn1.de schicken, oder einen Kommentar hinterlassen, ich melde mich danach bei ihm. Anschließend erscheint sein Beitrag hier auf dem Blog. 


 

Welches war der Auslöser der dich veranlasste mit dem Laufen zu beginnen?

Es war vor allem die Gelegenheit. Ich wollte meine lange Elternzeit unbedingt dazu nutzen wieder mit dem Laufen zu beginnen und daraus eine feste Gewohnheit zu machen. Angefangen hatte ich schon oft - dauerhaft dabei geblieben bin ich aber nie. Ausserdem stand ein Firmenlauf über 5 km an, für den ich direkt in ein konkretes Training einsteigen konnte. Somit war das erste Ziel gesetzt und ich konnte voll motiviert einsteigen.

Wie lief es sich danach?

Die ersten Runden waren schon ganz schön anstregend. Es hat einige Wochen gedauert, bis ich meine 2-3 Kilometer locker durchlaufen konnte. Aber von da an war es viel leichter. Mit hat natürlich auch geholfen, dass ich früher viel gelaufen bin und daher meinen Körper und die Belastung beim Laufen gut einschätzen konnte. Ich konnte auch auf die vorhandene Ausrüstung wie Pulsuhr und Kleidung zurückgreifen.

Was meinte dein Umfeld (Familie, Arbeitskollegen) dazu?

Es bekommt ja kaum jemand mit, wenn man mal ein paar Runden durch den Wald dreht. Aber wenn, ist es immer sehr positiv aufgenommen worden. Ich habe im ersten halben Jahr fast 10 kg Gewicht verloren - das ist dann schon aufgefallen.

Was war dein peinlichster Moment?

An wirklich peinliche Momente kann ich mich nicht erinnern. Für mich selbst gab es aber viele Gelegenheiten, bei denen ich mich selbst überschätzt habe und dann klein beigeben musste. Das war unangenehm - und lehrreich. Wie zum Beispiel ein viel zu schneller Start beim ersten Wettkampf.

Was war dein glücklichster Moment?

Das werde ich so schnell nicht vergessen: wir waren im Urlaub auf Fuerteventura und ich hatte mir eine Wendepunkt-Strecke auf einen "Berg" vorgenommen. Der Anstieg war so steil, dass an laufen nicht zu denken war. Auf dem Rückweg ging es dafür viel bergab und ich bin 10 km mit einem Wahnsinnstempo Richtung Meer gerannt. Dabei habe ich oft die Arme ausgebreitet und gejubelt... Es war einfach ein ungelaubliches Gefühl der Freiheit, sich wieder fit und gesund in dem Tempo bewegen zu können.

Thema Ernährung. Was isst oder trinkst du davor oder danach?

Ich kann ganz gut mit fast leerem Magen laufen, daher esse ich vorher möglichst wenig. Auf das Trinken achte ich dafür umso mehr. Auf langen Läufen nehme ich einen selbst gemixten Isodrink mit, obwohl ich den sehr oft erst anschließend trinke. Nach anstregenden Einheiten achte ich darauf direkt etwas zu essen und vor allem Eiweiss zu mir zu nehmen. Dazu habe ich meißt günstige Energieriegel im Vorrat.

Gibt es Tricks oder Tipps die du Anfängern mit auf ihren Weg geben möchtest? Gab es etwas von dem du später sagen konntest „Hätte ich das nur gewusst?“

Man kann sicher ganz viel falsch machen und ich finde es wichtig, dass jeder seine Anfängerfehler selbst macht. Es langsam anzugehen und nicht zu schnell zu viel erreichen zu wollen, halte ich für einen guten Tipp. Und wichtiger als die ganze technische Ausrüstung, ist das Gefühl für den eigenen Körper. Auch das braucht Zeit sich zu entwickeln. Wenn man in Equipment investiert, sollten es zuerst ein paar gute Laufschuhe sein. Ein Paar pro Lauftag in der Woche - so haben die Füße genug Abwechslung. Ich bilde mir ein, dass ich dadurch bisher von vielen typischen Läuferleiden verschont geblieben bin.

Thema Kleidung, Schuhe. Ist relativ egal oder „schwörst“ du auf bestimmte Marken?

Bei der Kleidung kommt es mir nur auf einen guten Sitz an. Ich sehe für mich keinen nennenswerten Qualitätsvorteil bei Markenkleidung - zumindest was Shirts und Hosen angeht. Meine Ausstattung habe ich größtenteils bei Decathlon gekauft - gut und günstig. Bei Schuhen kommt es natürlich auch auf die Passform an. Mir passen New Balance, Brooks und Mizuno ganz gut. Ich sehe aber immer zu, dass Schuhe unterschiedlicher Hersteller und aus verschiedenen Kategorien (Dämpfungsschuhe, Neutralschuhe, Lightweight-Trainer, Wettkmapfschuhe)im Schrank habe.

Möglichkeit zu vernetzten?

Unbedingt! Das ist für mich eine ganz große Motivationsquelle - und natürlich ein Trick, um dauerhaft nicht um das Thema Laufen drumherum zu kommen. 😉 Daher habe ich den Blog HarleRunner (http://harlerunner.de) gestartet, auf dem ich regelmäßig schreibe. Über die Seite erreicht man auch mein Twitter - und Facebook-Pofil. Meine Läufe teile ich auf Strava, wo es auch eine wirklich nette Community gibt.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Mein größter Wunsch ist, dass ich dabei geblieben bin und immer noch regelmäßig laufe. Vielleicht bin ich bis dahin auch mal einen Marathon gelaufen, wahrscheinlich aber viele, viele 10-km-Volksläufe und einige Halbmarathon.