High

Es ist Donnerstag und bekomme immer noch ein fettes Grinsen ins Gesicht wenn ich sie in der Hand halte:

FĂŒhlt sich verfixxx gut an, und ja, habe es vermisst.

Du lĂ€uft bei Regen im Wald, ganz alleine, nach paar KM kein Bock mehr, aber willst dann doch weiter, irgendwann fĂ€ngst du an dich selber anzutreiben, selber „anspornen“, weiter, immer nur weiter … Irgendwie da durch.

Auf dem Plan steht 20KM Lauf, und du merkst nach knapp 10 KM, Alter, irgendwie lĂ€uft es so gar nicht rund. Zu schnell gestartet? Oder schlechten Tag erwischt? Abbrechen? Oder nur 10 KM? Aber Nein, du verfluchst den Tag und lĂ€ufst 20KM, mehr schlecht als recht. Aber letztendlich 20, nur fĂŒhlt es sich scheiße an.

Und dann Köln.

Du denkst nicht an die 21KM, daran das ein Halbmarathon vor dir steht, daran das ab 15 KM das alles nicht mehr so locker sein kann, du „lĂ€sst“ dich „einfach fallen“ und lĂ€ufst los, es fĂŒhlt sich an wie ein langer Lauf, ein Lauf zum Sieg, ein Lauf zu einem roten Teppich. Ein Lauf zu dir selbst, ein Lauf der Grenzen verschieben kann.

Und? Es klappt, KM fĂŒr KM durch die Stadt, zusammen mit paar Tausend MitlĂ€ufern, musikalische Untermalung, getrieben von Samba KlĂ€ngen, einfach schön. 1x kurz angehalten um eine Moschee zu fotografieren, aber danach geht es auch schon weiter.

Letztes Endes hĂ€lst du eine Plakette in der Hand und tief in dir ist schon lange klar: Marathon 2019, es muss in Köln sein. 🙂